Rückblick auf 3,5 Jahre KAHR
Am 21. November 2021 startete das KAHR-Projekt mit dem Ziel, die Aufbaumaßnahmen in den von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz (RLP) wissenschaftlich zu unterstützen.
Das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft (FWW) der Technischen Universität Kaiserslautern Landau (RPTU) bearbeitete dabei das Arbeitspaket 4. Dieses umfasste die Analyse des Katastrophenschutzsystems von RLP und NRW mit besonderem Fokus auf dessen Wirksamkeit, die Ableitung von Empfehlungen zur Optimierung des operativen Hochwasserschutzes sowie die Erarbeitung eines Aus- und Weiterbildungskonzepts.
Dr. Ing. Alexandra Schüller analysierte im Rahmen ihrer Dissertation "Möglichkeiten der effektiven Bewältigung von großen Hochwasserereignissen – ein Beitrag aus wasserwirtschaftlicher Perspektive" das Katastrophenschutzsystem von RLP und NRW und untersuchte dabei insbesondere dessen Wirksamkeit.
Die Ableitung von Empfehlungen wurde durch das im Rahmen des KAHR-Projekts gegründete Netzwerk H-Kat-Net (Hochwasser-Katastrophen-Netzwerk) erarbeitet. Dazu kamen verschiedene Akteure des operativen Hochwasserschutzes zusammen, um ihr Expertenwissen einzubringen und neun zentrale Handlungsbereiche zu formulieren.
Die Erarbeitung des Aus- und Weiterbildungskonzepts erfolgte zunächst in Zusammenarbeit zwischen dem FWW und dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz. Im Laufe des Projekts wurde das Bildungsangebot zudem in einer Kooperation zwischen dem FWW und dem Technischen Hilfswerk pilotiert.
Insgesamt kann das FWW auf 3,5 produktive und erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen es bei den bearbeiteten Themen auf große Resonanz innerhalb der Fachwelt des operativen Hochwasserschutzes gestoßen ist. Dank der breiten Unterstützung durch Akteure des operativen Hochwasserschutzes wurde das Projekt zu einem großen Erfolg. Gleichzeitig zeigt die positive Resonanz, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht.
In Zukunft freuen wir uns auf einen weiterhin engen Austausch mit Akteuren aus Wissenschaft und Praxis rund um das Thema Hochwasserschutz.
Besonders danken wir den Akteuren der Feuerwehr, des Landeskommandos und des THW für die intensive und konstruktive Zusammenarbeit.
