Realbrandversuch im Fachgebiet Baulicher Brandschutz durchgeführt
Als Abschluss des ZIM-geförderten Forschungsprojektes über Aufstockungen von Wohngebäuden in einer Holzrahmenbauweise wurde durch das Fachgebiet Baulicher Brandschutz und dem Projektpartner der Pirmin Jung Deutschland GmbH ein Realbrandversuch durchgeführt.
Hierfür wurde ein zweigeschossiges “Mini-Haus” mit einer Fläche von 3m x 4m errichtet. Der erdgeschossige Bereich wurde als Nachbildung eines Gebäudes in Massivbauweise mit einer doppelt bekleideten Gipskarton-Feuerschutzplatte ausgeführt. Darauf erfolgte der Aufbau in Holzrahmenbauweise mit einer Bekleidung aus einer vollflächigen Holzschalung und Lehmbauplatten. Die gesammten Wandoberflächen im Obergeschoss wurden mit einem Lehmputz versehen. Eine Öffnung in der Decke simulierte ein Treppenausschnitt, durch den die beiden Geschosse miteinander verbunden wurden.
Als Brandlast wurden mehr als 1,2m³ Kiefernholz auf zwei Holzkrippen verteilt im Erdgeschoss aufgestapelt, die durch die Freiwillige Feuerwehr Winnweiler kontrolliert entzündet wurde. Die Feuerwehr begleitete den gesamten Versuch und nutzte diesen zum Informationsgewinn für zukünftige Brandeinsätze in Gebäuden mit einer Holzrahmenkonstruktion.
Das SWR und auch ein Reporter der Rheinpfalz berichteten über den Versuch. Hier gehts zum Beitrag des SWR.
Nach 90 Minuten Beobachtungsdauer wurde festgestellt, dass die Lehmbekleidung keine aktive Brandbeteiligung des oberen Gebäudeteils während der Brandeinwirkung ermöglichte.