Berechnungsverfahren zu seismischen Einwirkungen auf basisisolierte kerntechnische Gebäudestrukturen und Komponenten

Dezember 2025

Erdbeben verursachen enorme Schäden an Gebäuden. Der Einsturz der Gebäude kann zu Todesopfern führen, wie z.B. 2023, als bei einem Erdbeben in der Türkei und Syrien mindestens 60.000 Menschen ihr Leben verloren. Insbesondere der Schutz kritischer Infrastruktur bei seismischer Einwirkung ist essenziell. Als eine der wirksamsten und wirtschaftlichsten Methoden zur Reduzierung der Erdbebeneinwirkung auf Gebäude hat sich die Basisisolierung erwiesen. 

Ziel der geplanten Arbeiten ist die Erprobung, Validierung und Weiterentwicklung von Berechnungsverfahren zur Simulation des strukturmechanischen Verhaltens von Gebäudestrukturen und Komponenten infolge seismischer Einwirkungen und die Ermittlung und Quantifizierung der Einflüsse einer Basisisolation auf die Erdbebensicherheit. Dabei werden zur Validierung der Berechnungsverfahren die Ergebnisse von seismologischen in-situ- Messungen an einer basisisolierten französischen kerntechnischen Anlage, die im Rahmen des OECD/NEA Benchmarks SMATCH den Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden, herangezogen. Die Validierung erfolgt an den Strukturen des Reaktorgebäudes einschließlich innenliegender Komponenten unter Berücksichtigung der Boden-Bauwerk-Wechselwirkung und des nichtlinearen, amplituden- und frequenzabhängigen Verhaltens der Lager mit Berücksichtigung von Alterungseffekten.

 

 



Publikationen:

Engelke, C.; Bahr, L.; Zouatine, M.; Sadegh-Azar, H.: FIRST ASSESSMENTS OF THE SEISMIC RESPONSE OF THE CRUAS BASE ISOLATED NPP (SMATCH Benchmark), SMIRT 28th Toronto, Canada

Engelke, C.; Sadegh-Azar, H.: Wirksamkeit von Basisisolationssystemen mit variierenden charakteristischen Festigkeiten unter in Deutschland möglichen seismischen Anregungen bei unterschiedlichen Struktureigenfrequenzen, 19. D-A-CH-Tagung Erdbebeningenieurwesen & Baudynamik Wien, Österreich